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Auftakt der europäischen Initiative ERA-Net Smart Grids Plus

Erfolgreicher Start der europaweiten Smart Grid Initiative und der von B.A.U.M. koordinierten Knowledge Community

Wien, 12. März 2015: ERA-Net Smart Grids Plus, eine Initiative von 21 europäischen Mitgliedsstaaten, ist mit der Auftaktveranstaltung am 12. und 13. März 2015 in Wien offiziell gestartet. B.A.U.M. ist im Rahmen des fünfjährigen Programms mit zwei weiteren Partnern als Support Team für die Programmbegleitung verantwortlich, insbesondere für die Unterstützung der Projekte, Evaluation, Wissenstransfer und Vernetzung relevanter Stakeholder.

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An der zweitägigen Veranstaltung nahmen mehr als 120 Teilnehmer teil, unter ihnen nationale und europäische Entscheidungsträger sowie Vertreter der Versorgungswirtschaft, der Verteilnetzbetreiber, der Energie- und IKT-Branche sowie von Forschungsinstituten. Das Treffen war zugleich Auftakt der so genannten ERA-Net Smart Grids Plus Knowledge Community, der Plattform für den Wissensaufbau und -austausch zwischen ERA-Net Smart Grids Plus geförderten Projekten, weiteren nationalen Schlüsselprojekten und Vertretern europäischer Projekte, Initiativen und Interessensverbänden.

ERA-Net Smart Grids Plus geht aus einer Initiative von europäischen Mitgliedsstaaten hervor, die gemeinsam ein länderübergreifendes Finanzierungs- und Förderungsprogramm entwickelt haben. Ziel von ERA-Net insgesamt ist es, die Hochtechnologiewirtschaft zu fördern sowie neue Marktfelder zu erforschen, um die Wettbewerbsfähigkeit der grünen Hochtechnologie in Europa zu sichern. ERA-Net Smart Grids Plus bezieht sich auf den Bereich einer intelligenten Energieversorgung und orientiert sich dabei an bereits existierende und bewährte Forschungsagenden wie den SET Plan (European Strategic Energy Technology Plan) oder die EEGI-Roadmap (European Electricity Grid Initiative Roadmap). So soll die nationale Forschung durch länderübergreifende Projekte ergänzt werden - immer mit Fokus auf der Erfüllung europäischer Ziele. Als Wertschätzung für die besondere Bedeutung der Initiative stockt die Europäische Kommission die nationale Förderung für transnationale Forschungs-, Innovations- und Demonstrationsprojekte mit zusätzlichem Budget auf.

„In die Entwicklung von Smart Grids zu investieren und sie zu unterstützen dient dem energiepolitischen Zieldreieck von Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit und fördert eine konkurrenzfähige europäische Energie- und IKT-Industrie“, betonte Ingolf Schädler, Direktor des Innovationsabteilung des österreichischen Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie, in seiner Eröffnungsrede in Wien.

Die besondere Perspektive von ERA-Net Smart Grids Plus: Alle relevanten Interessenvertreter zusammenbringen

Die Veranstaltung in Wien konzentrierte sich auf die derzeitige Einzigartigkeit von ERA-Net Smart Grids Plus: Alle Interessensvertreter zusammenzubringen, damit die Erwartungen und Visionen für die Zusammenarbeit geteilt werden können.  Einen sehr guten Einblick in die aktuelle Diskussion um die zukünftigen Herausforderungen bei der Weiterentwicklung und der Integration von Smart Grids Technologien und Geschäftsmodellen in Europa bot das Diskussionsforum „Infrastruktur für die Energiesysteme der Zukunft ermöglichen“ mit Vertretern einiger der Hauptinteressensgruppen und zugehöriger Forschungs- und Entwicklungsbereiche. Die Herausforderungen reichen von weiterhin notwendigen Technologieentwicklungen, wie beispielsweise die informationstechnische Zusammenschaltung von Nieder- und Mittelspannungsebene, sowie Skalier- und Replizierbarkeitstests in unterschiedlichen europäischen Mitgliedstaaten bis hin zu Marktherausforderungen bei der Entwicklung unterschiedlicher Geschäftsmodelle und -strategien für die Akzeptanz und Annahme bei den sowohl kommerziellen als auch privaten Nutzern.

Janis Folkmanis, Vertreter der Europäischen Kommission, Generaldirektion Energie, konkretisierte die Erwartungen der Europäischen Kommission an die ERA-Net Smart Grids Plus Initiative im Rahmen der gerade beschlossenen European Energie Union: Mit allen relevanten Stakeholdern aus einundzwanzig EU-Mitgliedstaaten an Bord sei es nun möglich, umfassende und wichtige Entwicklungsaspekte, wie zum Beispiel die europäische Marktgestaltung für Smart Grids, gemeinsam anzugehen. Die Diskussionsteilnehmer stimmten dem zu: Zum Startzeitpunkt von ERA-Net Smart Grids Plus sind die Eckpfeiler für neue Systeme errichtet und die Bausteine in Form von innovativen IKT- und Energietechnologien stehen für eine Übertragung und Maßstabsvergrößerung bereit. Es liegt nun in der Verantwortung von Initiativen wie ERA-Net Smart Grids Plus, einen vollständigen Bauplan zu konstruieren und aus den zur Verfügung stehenden Bausteinen ein neues Haus zu errichten.

ERA-Net Smart Grids Plus Knowledge Community ermöglicht Zusammenarbeit

Für die Zusammenarbeit zwischen allen Interessensvertretern aus ERA-Net Smart Grids Plus und für die Vernetzung der einzelnen transnationalen Projekte innerhalb des Programms wird mit Start des Programms eine so genannte Knowledge Community aufgebaut. Koordiniert wird die Knowledge Community von den Verantwortlichen der Programmbegleitung, dem so genannten Support Team, bestehend aus B.A.U.M., RSE (Italien) und Cleen (Finnland). Ludwig Karg, Geschäftsführer von B.A.U.M. Consult und Leiter des Support Teams, stellte in Wien gemeinsam mit Jatta Jussila-Suokas, technische Direktorin von CLEEN Oy (Finnland), das Konzept der Knowledge Community und die Rolle des Support Teams vor. Michele de Nigris, ISGAN Präsident und Vertreter des Konsortialpartners RSE, stellte die ERA-Net Smart Grids Plus Knowledge Community in einen europa- und weltweiten Kontext.

Als Auftakt der Zusammenarbeit innerhalb der Knowledge Community wurden in Wien vier Arbeitsgruppen zu Querschnittsthemen ins Leben gerufen, die zukünftig auch die Arbeit in den geförderten Projekten begleiten sollen: In den Gruppen „Systemarchitektur und -modellierung (System Architecture and Modelling)“, „Zusammenspiel übergreifender Energieträger (Cross Energy Carrier Synergies)“, „Regulierung und Marktentwicklung (Regulatory and Market Development)“ und „Nutzereinbindung (Consumer Involvement)“ erhalten die teilnehmenden Interessensvertreter die Möglichkeit, sich zu ihren Erwartungen an die zukünftige Zusammenarbeit mit anderen Projekten, externen Experten und Organisationen sowie dem Support Team auszutauschen. Sie sollen gemeinsame Lösungen für drängende Probleme erarbeiten und als Vorschläge für die gemeinsame europäische Marktgestaltung bereitstellen. Die Arbeitsgruppen werden regelmäßig zusammentreffen und sind offen für die ERA-Net Smart Grids Plus geförderten Projekte, andere nationale Schlüsselprojekte und weitere europäische Projekte, Initiativen und Interessensverbände. Neben physischen Treffen wird die Zusammenarbeit, der Wissensaustausch und die Fortführung von Diskussionen zu relevanten Themen über Webkonferenzen sowie eine Web-Plattform ermöglicht. Die Ergebnisse fließen in so genannte „Living Documents“ ein, die zu diesen Themen auf der Wissensplattform gepflegt werden.

Erster Transnational Joint Call

Der zweite Tag der Auftaktveranstaltung stand ganz im Zeichen des  ersten ERA-Net Smart Grids Plus Transnational Joint Call für Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsprojekte. Neben den Informationen zu zukünftigen Arbeitsprozessen im Rahmen der Knowledge Community erhielten die Teilnehmer eine ausführliche Einführung in den Kontext der Initiative und die Ziele der nationalen Förderungsinstitutionen durch Gunilla Andrée, Vertreterin der schwedischen Energiebehörde und Mitglied des ERA-Net Smart Grids Plus Lenkungsgremiums. Filip Elveling von Nordic Energy, verantwortlich für das Call Management, gab detaillierte Informationen zu den Fristen, den Evaluationsprozess und das gesamte Zusammenspiel im Rahmen der nationalen und transnationalen Bewerbungsprozesse.

Die Call-Informationsrunden wurden mit zwei Angeboten für die Teilnehmer und speziell für die potentiellen Call-Bewerber abgerundet: Zum einen wurden vorterminierte Beratungsgespräche mit nationalen bzw. regionalen Programmmanagern der Förderungsinstitutionen angeboten, in denen individuell Details zu den potenziellen Projektvorschläge besprochen werden konnten. Zum anderen konnten vorterminierte Vernetzungsgespräche mit potentiellen Projektpartnern wahrgenommen werden, um in ersten Kontakt treten und sich zu möglichen gemeinsamen Projekten auszutauschen.
Ein Großteil der Teilnehmer nutze diese Angebote und viele der Gespräche wurden noch in den Pausen weitergeführt.

Wie geht es weiter mit ERA-Net Smart Grids Plus?

Der nächste Meilenstein von ERA-Net Smart Grids Plus wird die Auswahl der Projekte des ersten Transnational Joint Calls im dritten Quartal 2015 sein. In der ersten Runde wurden bereits dreiundsiebzig Projektvorschläge mit einem beantragten Gesamtförderbetrag von etwa 110 Mio. Euro und Gesamtprojektkosten von über 200 Mio. Euro eingereicht. Die ERA-Net Smart Grids Plus Initiative blickt dem Start der ausgezeichneten Projekte Anfang 2016 mit großer Erwartung entgegen.

Das Support Team von ERA-Net Smart Grids Plus baut nun die Zusammenarbeit aller  Interessengruppen in der Knowledge Community weiter aus und trifft alle Vorbereitungen, um die ausgewählten ERA-Net Smart Grids Plus Projekte bei einem guten Start zu unterstützen.

„Die Initiative ist bereit zu wachsen und weitere regionale sowie nationale Förderungsinstitutionen an Bord zu nehmen. Der Nutzen für die teilnehmenden Interessensgruppen und der Einfluss, den sie gemeinsam hervorbringen können, steigt mit der Anzahl der teilnehmenden Partner“ schloss ERA-Net Smart Grids Plus Koordinator Michael Hübner vom Österreichischen Innovations Ministerium für Verkehr, Innovation und Technologie die Auftaktveranstaltung.
Der zweite Workshop für die Knowledge Community findet am 19. Mai 2015 in Wien im Rahmen der Smart Grids Week 2015 statt.

Die Agenda sowie alle für die Öffentlichkeit zugänglichen Präsentationen und Kommentare und eine Kurzdarstellung jeder Arbeitsgruppe der Auftaktveranstaltung in Wien stehen auf der Internetseite von ERA-Net Smart Grids Plus zum Abruf bereit.

Vortragende Person
Fünf Personen auf einem Podium im Gespräch
Arbeitsgruppe im Gespräch
Personen im Gespräch

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