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Berchtesgadener Land stimmt für mehr Klimaschutz

Kreistag verabschiedet integriertes Klimaschutzkonzept

22. April 2013, Bad Reichenhall: Der Kreistag verabschiedete in parteiübergreifender Einigkeit das von B.A.U.M. erstellte Integrierte Klimaschutzkonzept. Bis zum Jahr 2030 kann der CO2-Ausstoß halbiert und eine Wertschöpfung von 1 Milliarde EUR erzielt werden.


Kreistag verabschiedete parteiübergreifend das von B.A.U.M. erstellte integrierte Klimaschutzkonzept

Mit nur einer Gegenstimme hat der Kreistag des Berchtesgadener Landes am 22. April 2013 das federführend von B.A.U.M. Consult  München erstellte Klimaschutzkonzept beschlossen. CSU, Grüne, SPD sowie Freie Wähler waren sich einig: Der parteiübergreifende Konsens zum Klimaschutzkonzept ist bisher einzigartig. Landrat Georg Grabner (CSU) sprach sogar von einer historischen Kreistagssitzung und meinte: „Wir setzen auf Energieeinsparung, auf Energieeffizienz und auf alle Formen der erneuerbaren Energieträger (Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme). Es geht darum, unsere regionalen Potenziale zu nutzen und auch die Wertschöpfung so weit wie möglich im Landkreis zu halten“.

Die große Zustimmung zum Klimaschutzkonzept geht entscheidend auf die von  B.A.U.M. und dem Bayerischen Institut für nachhaltige Entwicklung (bifne) koordinierte intensive Beteiligung vieler regionaler Akteure zurück. So wurden nicht nur Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung und Experten aus dem Energiebereich gehört, sondern vor allem auch die betroffenen Bürgerinnen und Bürger. Dieser Konsens muss nun genutzt werden, um die Potenziale für Klimaschutz und regionale Wertschöpfung zu mobilisieren. Erst dann wird der Weg frei für ein starkes Berchtesgadener Land mit „bayerischem Vorbildcharakter“.

31 Maßnahmen zur Senkung des CO2-Ausstoßes

Neben einer umfassenden Beschreibung des Ist-Zustandes und der Potenziale für Effizienz und Erzeugung beschreibt das Klimaschutzkonzept 31 konkrete Maßnahmen. Diese Maßnahmen sollen dafür sorgen, den CO2- Ausstoß des Landkreises Berchtesgadener Land von derzeit 10,6 Tonnen (2010) pro Einwohner und Jahr auf rund 5,5 Tonnen bis 2030 zu senken. Das Klimaschutzkonzept zeigt einen realistischen Weg auf, wie der Strombedarf bis 2030 um 20% reduziert und zu 86% aus erneuerbaren Quellen in der Region gedeckt werden kann. Gleichzeitig kann der Wärmebedarf um 32% reduziert und zu gut einem Drittel aus regionalen Energiequellen gedeckt werden. Zentrale Bausteine sind hierbei ein ambitioniertes Sanierungskonzept und eine Investition in erneuerbare Energien, insbesondere Wasserkraft, Solarthermie und Photovoltaik.
Besonders erfreut zeigten sich der Landrat und die Kreistagsmitglieder über die Aussicht, durch Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes eine zusätzliche Wertschöpfung von ca. 1 Milliarde Euro im Landkreis zu erzeugen.

Ihr B.A.U.M. Kontakt