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Der Landkreis Amberg-Sulzbach ist sich einig: Die Energiewende muss weitergehen

Der Kreistag verabschiedete einstimmig das Integrierte Klimaschutzkonzept

Kastl, 9. Oktober 2013: Der Kreistag verabschiedet einstimmig das von B.A.U.M. Consult erstellte Integrierte Klimaschutzkonzept für den Landkreis Amberg-Sulzbach. Eines der zentralen Ziele ist die Reduzierung des CO2-Ausstoßes bis 2035 um 59 Prozent. Das Klimaschutzkonzept bietet dem Landkreis eine optimale Handlungsgrundlage für eine langfristige und zielorientierte Energie- und Klimapolitik.


Mit der Fertigstellung des Konzepts haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht.

Sandra Giglmaier von B.A.U.M. erläuterte bei der Kreistagssitzung am 9. Oktober 2013 in Kastl: „Mit der Fertigstellung des Konzepts haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht. Nun gilt es die Handlungsempfehlungen und insbesondere die 21 im Detail ausgearbeiteten kurz- und mittelfristigen Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen“. Um die im Konzept dargestellten Einspar- und Ausbau-Potenziale der erneuerbaren Energien zu heben, wollen Politik, Bürgerschaft und Wirtschaft ab sofort noch enger zusammenarbeiten.

Knapp ein Jahr lang haben B.A.U.M. Consult und das Zentrum für erneuerbaren Energien und Nachhaltigkeit in enger Kooperation an dem Integrierte Klimaschutzkonzept für Amberg-Sulzbach gearbeitet. Dazu wurden die Energie- und CO2-Bilanz, Wärmedichtekarten für 15 ausgewählte Kommunen sowie eine Potenzialanalyse erstellt. Anschließend wurde für die Energienutzungsarten Wärme, Strom und Treibstoffe je ein ambitioniertes und ein zurückhaltendes Szenario für das Jahr 2035 errechnet. Der gesamte Prozess wurde von einer Lenkungsgruppe sowie durch zahlreiche Fachgespräche und einen Expertenworkshop begleitet. So konnte ein Konsens zu den Szenarien und den darin enthaltenen Annahmen herbeigeführt werden. Kernstück sind 21 konkrete und vorrangige Maßnahmen mit denen der nun folgende Umsetzungsprozess begonnen wird.

Das Klimaschutzkonzept sieht eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 59 bis 68 Prozent vor.

Damit die Initiierung und Förderung von Klimaschutzmaßnahmen seitens des Landkreises strukturiert und koordiniert werden kann, ist die erste und wichtigste Maßnahme die Einstellung eines Klimaschutzmanagers. Dieser soll die regionalen Akteure weiter vernetzen und bei der inhaltlichen Umsetzung der Maßnahmen unterstützend zur Seite stehen. Ein entsprechender Förderantrag beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit wird derzeit erstellt.

Das Klimaschutzkonzept zeigt einen Weg auf, wie der CO2-Ausstoß im Landkreis bis zum Jahr 2035 zwischen 59  und 68 Prozent, bezogen auf das Basisjahr 2011, reduziert werden kann. Dazu wurden zwei Szenarien für den Ausbau Erneuerbarer Energien sowie für die Reduzierung des Energieverbrauchs ausgearbeitet. Können die Potenziale im zurückhaltenden Szenario 2 gehoben werden, kann sich der Landkreis Amberg-Sulzbach zu 115 Prozent mit Strom und zu mindestens 49 Prozent mit Wärme aus regionalen Erneuerbaren Energie versorgen.

Internetseite des Landkreises:
www.kreis-as.de

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